03.05.2019

Coaching – pushen Sie noch oder pullen Sie schon?

High Noon in der Management-Abteilung eines großen Chemie-Unternehmens. Auftritt von Thomas Maier, alter Haudegen und schillernde Management-Figur zugleich. Er räuspert sich. „Meine Damen und Herren, die digitale Revolution ist jetzt auch bei uns angekommen. Ich werde dafür sorgen, dass nach und nach alle Abteilungen digital aufgerüstet werden …“ Im Raum entsteht ein unruhiges Murmeln. Der Leiter der Produktion wispert: „Aber der hat doch gar keine Ahnung von digitalen Abläufen! Und steht ja auch noch kurz vor der Rente.“

„… und dabei zur Seite stehen wird mir Daniel Moos, ein junger IT-Experte, den wir ganz frisch eingestellt haben. Ich sage Ihnen, er ist ein Genie in seinem Fachbereich …“, fährt Thomas Maier fort. Verhaltenes Klatschen. Abermals meldet sich Artur Schmitz flüsternd zu Wort: „ Aber vom Arbeiten und von den Besonderheiten unseres Unternehmens hat er doch gar keine Ahnung. So ein Greenhorn kannst du doch nicht so schnell für so einen wichtigen Prozess einstellen und fit machen.“

Kann er doch! Sagt zumindest Thomas Maier …

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Denn er hat einen Plan entwickelt und sich dabei beraten lassen. Weil der Unterschied zwischen einem alten Betriebsfachmann und einem jungen IT-Hüpfer ihn dann doch auch vor Herausforderungen stellte. Und ihn persönlich ziemlich forderte. Denn er hatte sich vorgenommen, Daniel selbst zu coachen – doch wie?

Diese Frage ist Ihnen aus Ihrer Führungsposition bestimmt vertraut: Mit welchem Coaching schaffe ich es, meine Mitarbeiter am besten für Ihre Aufgaben zu befähigen? Pushen Sie noch oder Pullen Sie schon – „Ich löse dein Problem für dich“ oder „Ich helfe dir dein Problem selbst zu lösen“?

Wenn Sie über eine Fachkarriere in Ihre Führungsposition gelangt sind, glauben Sie vielleicht, sie müssten für alles eine Antwort haben. Dann sind Sie eindeutig im „Push" zu Hause. Eine Präferenz dieser Coaching-Variante ist jedoch kein Makel, sondern einfach das Ergebnis Ihrer Erfahrungen im bisherigen Berufsleben. Und doch kann es Ihnen gelingen, Ihre Coaching-Kompetenz ganz vorsichtig in Richtung „Pull“ zu erweitern – wenn Sie etwas loslassen können. Und ich verspreche Ihnen: Das ist gleichzeitig eine Erleichterung für Sie: Denn Sie müssen nicht auf alles eine Antwort haben, sondern können sich auf die Kompetenz ihrer Mitarbeiter stützen. Jeder bringt seinen Teil in die Problemlösung mit ein. In diesem Raum zwischen „Push“ und „Pull“ können Sie als Mentor Vorschläge machen, die dann von Ihrem Mitarbeiter evaluiert und eigenverantwortlich umgesetzt werden.

 

Es kann nicht nur einen geben …

Zwischen Push und Pull kann ich Ihnen nicht den Königsweg, die Patentlösung versprechen, denn die gibt es nicht. Es hängt immer von der Situation, dem Unternehmen ab, wann welche Rolle passt und wann welcher Ansatz zum Tragen kommt. Das heißt aber auch gleichzeitig: Es gibt für jeden neuen Mitarbeiter die richtige Lösung beim Coaching – auch in Ihrem Unternehmen. For sure!

Diese Fragen können Ihnen dabei helfen: Wie ist der Kenntnisstand Ihres Mitarbeiters – fachbezogen wie unternehmensbezogen? Nimmt er die Dinge gerne selbst in die Hand oder agiert er eher zögerlich? Holt er Ihren Rat ein, bevor er eine Entscheidung trifft?

Anhand dieser Überlegungen können Sie die Lösung auf Ihren Mitarbeiter zuschneiden und entscheiden, was zwischen Push und Pull für ihn passt. Das heißt aber auch für Sie: Sie haben die Wahl und können ihren Stil an die Bedürfnisse des Mitarbeiters und die Situation anpassen. Für was Sie sich auch entscheiden: Wichtig ist, dass Sie ihm mit Ihrem Unternehmerblick und Ihrer Expertise zur Seite stehen. Und ihn in die richtige Richtung lotsen.

Wenn Sie erfahren möchten, wie dieses erfolgreiche Mitarbeiter-Coaching aussehen kann, schauen Sie gleich in mein Buch „Impact – So steigern Sie Ihren Unternehmenserfolg durch wirksame Mitarbeiterentwicklung“.

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